Doreen & Andreas

Beide lernten sich im November 2010 während einer Amazonas-Expedition durch  Peru, Bolivien und Brasilien kennen. Andreas war Expeditionsleiter und Doreen  Teilnehmerin .... und von diesem Tag an verband sie tiefe Liebe und die Leidenschaft auf alle Arten von Abenteuern, gutes Essen, Wein und die Faszination des Fliegens um die Erde in einem offenem Flugzeug!

Die Idee.....

Irgendwann im Winter 2011/2012 saßen Doreen und Andreas auf dem gemütlichen, roten Sofa in ihrer Wohnung in Berlin bei einer Flasche gutem Wein und überlegten wohin es im Urlaub 2012 gehen sollte. Es entwickelte sich aus dem Nichts schnell folgendes zukunftweisendes Gespräch:

 

"Hey warum kaufen wir nicht ein kleines Trike, einen Anhänger und ein gebrauchtes, kleines Wohnmobil in den USA und fahren dann drei Wochen im Sommer in die USA und fliegen über San Franzisco, Florida, dem Gran Canyon und und und..."!

"Super Idee" entgegnete Doreen, "...aber warum fliegen wir nicht gleich weiter nach Belize, wo Du einige Jahre gelebt hast"?

"Okay kein Problem aber dann vergiß das Wohnmobil und nimm Dir dann mal gleich eine Auszeit von drei Monaten".

"Prima das verklickere ich meinem Arbeitgeber schon! Aber Du hast doch auch in Kolumbien, Venezuela, Ecuador und einigen karibischen Inseln gelebt. Da sollten wir dann auch gleich mal hin!"

"Wenn Du eine einjährige Auszeit von Deinem Arbeitgeber bekommen kannst, erkunden wir den ganzen amerikanischen Kontinent und die Karibik und ich fliege das Ding über den großen Teich nach Deutschland“

„Super dann fällt mir aber noch etwas ein…. über die Elefanten in Afrika zu fliegen wäre doch auch toll oder?“

„Ja klar aber nun laß uns mal Nägel mit Köpfen machen. Wir machen neben dem amerikanischen Kontinent dann auch Afrika, Europa, Asien und hören in Sydney / Australien nach drei bis vier Jahren auf – okay?“

„Naja müßte ich kündigen – aber das ist es wert! Ich hole mal gleich eine zweite Flasche Wein….“

„Prost!“ „Prost“

Unsere Inspiration.....

Otto Lilienthal, die Brüder Bethke und Jimmy Angel... und die Geschichte von Andreas wie er zum Fliegen kam...

Karl Wilhelm Otto Lilienthal (* 23. Mai 1848 in Anklam; † 10. August 1896 in Berlin nach einem Absturz mit einem seiner Flugapparate) war DER deutsche Luftfahrtpionier. Nach heutigem Wissen war er der erste Mensch, der erfolgreich und wiederholbar Gleitflüge mit einem Flugzeug (Hängegleiter) absolvierte und dem Flugprinzip schwerer als Luft damit zum Durchbruch verhalf. Seine experimentellen Vorarbeiten führten zur bis heute gültigen physikalischen Beschreibung der Tragfläche. Die Produktion des Normalsegelapparates in seiner Maschinenfabrik in Berlin war die erste Serienfertigung eines Flugzeugs. Sein Flugprinzip war das des heutigen Hängegleiters und wurde von den Gebrüdern Wright zum Prinzip des motorisieren Flugzeugs weiterentwickelt. Ganz sicher ist er einer der Inspiratoren unseres Fluges!

Aber Andreas erste Inspiration selbst einmal ein Flugzeug zu steuern, bekam er von den beiden deutschen Brüdern Bethke (hier ein Trailer zu ihrer Flucht und hier noch einer), die ihren dritten Bruder aus Ost-Berlin mit einem Ultraleichtflugzeug im Jahr 1989 zur Flucht aus der DDR verhalfen!

 

Sie flogen mitten in der Nacht mit zwei Ultraleichtflugzeugen vom Typ Ikarus Vox II von einem Sportplatz in Westberlin aus nach Ostberlin und landeten dort im Treptower Park , wo der dritte Bruder zustieg! Nach 11 Minuten und 13 Sekunden Flug landeten sie vor dem Berliner Reichstag in Westberlin.... und gingen erst einmal ein Bier auf dem Ku-Damm trinken!

Aufstieg auf den Auyan Tepui...

Als Andreas 1992 nach Venezuela auswanderte, lebte er sieben Monate mit den Pemon-und Kamaratoco-Indianern inmitten des Dschungels der berühmten Tafelberge, wo er mit Jose Manuel Ugarte, dem Adoptivkind des großen Entdecker James Crawford Angel Marshall, besser bekannt als Jimmy Angel, zusammentraf.

 

Seitdem träumt Andreas einmal im Leben mit seinem eigenen Flugzeug zu diesen magischen Bergen Venezuelas zu fliegen und wieder, fast 80 Jahre nach Jimmy Angels Landung auf dem Auyan Tepui, nach Gold und Diamanten zu suchen! Und sein Traum wird wahr werden im März 2013 während der "Trike-Globetrotter" Expedition!

 

Der amerikanische Bush-Pilot Jimmy Angel, war im Übrigen der erste Pilot, der im Jahr 1921 bereit und verrückt genug war, in dieses Gebiet zu fliegen. Er wurde von einem alten Goldgräber in Panama angeheuert, um auf dem Gipfel des Auyan-Tepui zu landen und erhebliche Mengen an Gold zu bergen, die der Goldgräber dort in einer Höhle versteckt hatte. "Da war überall Gold", erzählte er jedem, als er zurückkam...

Nachdem der Auftrag erfüllt war, verstarb der Goldsucher und es dauerte bis zum Jahr 1935, das Angel dorthin zurückkehrte und die nach ihm benannten Wasserfälle wiederentdeckte (die Indianer kannten die Wasserfälle bereits).

Der "Angel Fall" (Pemon Sprache: Kerepakupai Vena was so etwas wie "Wasserfall der tiefsten Stelle" bedeutet) ist der höchste, ununterbrochene Wasserfall der Welt und stürzt von der Westseite einer Schlucht den Auyan-Tepui hinab. Mit einer Gesamthöhe von 979 m (3.212 ft) und einem ununterbrochenen Fall von 807 m (2648 ft), ist er mehr als 15 Mal höher als die gewaltigen Niagara
Fälle.

Zwei Jahre später, im Jahr 1937, versuchte Jimmy Angel eine gewagte Landung auf dem Auyan Tepui, da er dachte die Stelle wiedererkannt zu haben, wo er seinerzeit mit dem Goldsucher das Gold verlud. Aber trotz einer erfolgreichen Landung, versank das Flugzeug (die "Rio Caroni") im weichen Boden und so mussten Angel, seine Frau Marie und seine Gefährten (Gustavo Heny und sein Gärtner!) zu Fuß weiter gehen. Zum Glück war zuvor Heny auf den Tepui geklettert, und so konnte die Gruppe an der Südflanke hinabklettern und  in einem 11-tägigen Marsch zurück nach Kamarata gelangen.

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Venezuelas Carlos A. Freeman machte dieses Foto von den Angel Falls von Jimmie Angel Flugzeug aus am 1. Mai 1939. Dies war das erste veröffentlichte Foto des Wasserfalls erschienen in der "Exploración de la Gran Sabana," Revista de Fomento, Nr. 19, im Dezember 1939.



Doreen & Andreas vor der "Rio Caroni"

Das Flugzeug blieb dort bis 1970, als es mit dem Hubschrauber in das Luftfahrt-Museum der Stadt Maracay geflogen wurde, wo es vollständig restauriert wurde. Heute kann die "Rio Caroni" vor dem Flughafenterminal des kleinen lokalen Flughafens in Ciudad Bolivar besichtigt werden. Es ist eines der meist besuchten Orte in Venezuela!

Nachdem Andreas später die Berichte von den Pionieren des Trike-Fliegens wie Brian Milton, der als erster um die ganze Welt flog, Guy Delage (ebenfalls in einem DTA Trike), der über den Atlantik von Afrika nach Brasilien flog, Dave Sykes, dem britischen querschnittsgelähmten Piloten, der Solo von England nach Sydney flog, Ricky de Agrela, Alan Honeyborne und Martin Warner mit ihrem bisher immer noch aktuellen Weltrekordflug mit über 64.000km und zwei tragischen Todesfällen, Richard Meredith-Hardys London-Sydney-Expedition, Mark Jackson Flug über den Mount Everest, Mike Blyth und Olivier Aubert Flugabenteuer in Afrika, Europa und Südamerika einschließlich einer Atlantik-Überquerung über Grönland las.... da wollte Andreas sein eigenes "Trike" und seine eigenen Abenteuer auf allen fünf Kontinenten erleben!

CFI Abid Farooqui

Seine ersten Flugversuche machte Andreas in der "Good Hope Flying School" in Kapstadt / Südafrika und in Port of Spain auf Trinidad & Tobago auf Cessnas und Pipers. Aber nachdem er in Ecuador mit seinem Zahnarzt (der ihm gleich noch ein neues Keramikgebiss zwischen den Flügen verpaßte) in einem Airborne Trike seine Liebe zu diesem "verrückten Gefährt" entdeckte, machte er dann sofort seine SPL (Sportpilotenlizenz) und später seine PPL (Pilotenlizenz) in Zephyrhills / Florida-USA.

Großen Dank an meinen unglaublich geduldigen Freund und CFI Abid Farooqui an dieser Stelle.

Andreas in seinem "FIB" in San Ignazio / Belize

Sein erstes eigenes Trike war ein als "fliegendes Schlauchboot" (FIB) bekanntes Trike mit dem Andreas Einheimische und Touristen rund um die Maya-Ruinen in Belize flog ... Neugierig? - Sehen Sie sich diese Videos (Video1) (Video2) einmal an...

Die FIB wurde von Polaris Motor SRL, dem ersten italienischen Hersteller von  Segelflugzeugen und Ultraleichtflugzeugen, im Jahre 1986 patentiert.

Seit 1987 sind mehr als 1000 Einheiten auf der ganzen Welt (Indonesien, Thailand, Malaysia, Türkei, Rotes Meer, Argentinien, Madagaskar, USA etc.) unterwegs. Die Navy Seals of Singapore nutzen das FIB für spezielle Missionen. Green Peace hat zwei FIB-und benutzte sie während des Französisch Atomtests.


Im Gyro durch Australien....

Nicht sicher ob ein Trike oder ein Gyrocopter das geeignete Gefährt für seine Flugabenteuer ist, reiste Andreas für einige Wochen nach Australien, um dort mit seinem Freund und Fluglehrer Don Cramer in Dalby einige Flugstunden zu nehmen. Schauen Sie sich seine Webseite einmal an!  Aber ... Andreas liebt eine schöne Tragfläche über seinem Kopf... und keine Rotoren... :)

Andreas mit "etwas längerem Haar" in Blue Creek / Belize
Andreas in Kapstadt 2006 mit seinem Sohn Stevie nach einem Flug um das "Kap der guten Hoffnung"
Stevie in Belize in "seinem" Fliegenden Boot....
Andreas beim Tanken in Florida... einen Tag bevor sein Freund Sean mit diesem Trike tödlich verunglückte...
Flugkapitän Steven "Stevie" Zmuda - Burke