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Eine kleine Leseprobe aus vier verschiedenen Kapiteln.... VIEL SPASS!!!!

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Aus dem PROLOG:

...Da saß sie nun auf diesem alten, roten Sofa. Pippi Langstrumpf Zöpfe, ein rotes Kopftuch über einem selbstbewussten Gesicht. Sie lächelte mich an, fragend, vielleicht auch hoffend? In einem karierten Hemd und einer grauen Trekkinghose steckte ein durchtrainierter und äußerst wohlgeformter Körper. Dazu reichte mir ein einziger Blick und mein Hormonhaushalt kam auf Touren. Hoffentlich gehörte sie zu meiner Gruppe.

 

Meine bisherige Reisegruppe hier in Cusco, Peru bestand aus einer älteren, ständig schlechtgelaunten Dame, einem Postbeamten aus Wien, klein, mit Halbglatze und dickem Bauch, und einem Ehepaar, bei dem er nicht viel zu sagen hatte und sie ununterbrochen von Urlauben aus der Vergangenheit schwärmte. Der ebenfalls zu meiner Gruppe gehörende pensionierte Biologie-Lehrer war für mich schlicht der Horror, da ich mich nach zwanzig Jahren als Reiseleiter noch immer nicht mit der Flora und Fauna des Amazonas-Dschungels auskannte. Ute, eine vollbusige Dame aus Sachsen, schien ganz nett zu sein und verstand sich offenbar prächtig mit zwei Freundinnen aus Berlin, eine gemütlich rund, Rastalocken mit bunten Perlen in einem Moskitoganzkörperschutzanzug, den sie wahrscheinlich auch noch nachts im Schlafsack trug. Die andere eine Ärztin und optisch das Gegenteil. Dazu noch ein junger, halbseitig spastisch Gelähmter, bei dem ich mich fragte, wie ein Reisebüro mir solch einen Mann auf eine vierwöchige Amazonas-Expedition von Peru über Bolivien nach Brasilien überhaupt mitschicken konnte. Ja, und dann die auf dem roten Sofa, die einzige nach meinem Geschmack.

 

Mein Job als Reiseleiter für Dschungelexpeditionen und Trekkingtouren brachte kaum Geld ein, half mir aber, viele nette Frauen kennen zu lernen. Zu viele nach Meinung meiner kolumbianischen zweiten Ehefrau. Sie warf mich hinaus und von nun an verbrachte unser gemeinsamer Sohn Stevie die gesamten Sommerferien bei mir, egal wo auf der Welt. Das passte ganz gut, da meine damals 16-jährige Tochter Steffi aus meiner ersten Ehe in Berlin nun ihrerseits das Liebesleben entdeckte und daher auf die Sommerferien-Reisen mit Papa verzichtete.

 

Als klar war, dass Pippi Langstrumpf tatsächlich zu meiner Reisegruppe gehörte, konnte mir weder der Biologe, noch die ständig nörgelnde ältere Dame mehr etwas anhaben. Acht Tage brauchte ich. Dann nutzte ich die Pause in einem kleinen Dschungeldorf und den dortigen Barbesuch. Nach einigen Rum & Coke wurde die Reisegruppe schnell locker und der DJ reagierte prompt. Er legte nach einem ordentlichen Trinkgeld anstelle des bisherigen Tecnos den vereinbarten langsamen Blues auf und ich bat Doreen, so hieß die Schöne von der roten Couch, auf die Tanzfläche.


Danach waren wir unzertrennlich. Als wir uns in Manaus verabschiedeten, wusste ich, dass sie nun zwar allein nach Berlin flog, aber ich ihr nach zwanzig Jahren Südamerika, Karibik und vielen Abenteuern in wenigen Tagen folgen würde. Auf solch eine Frau hatte ich mein Leben lang gewartet. Aus die Zeit der wilden Nächte. Aus der Morgen danach, wenn das Blut von weiter unten wieder im Gehirn angelangt war und ich mich fragte, wie ich hatte in diesem Bett landen können...


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Aus KAPITEL 11: HALLOWEEN UND ZWISCHENLANDUNG IN AL-CAPONIEN

...„Schlagt euch bei eurer weiteren Flugroute jede ungeplante Zwischenlandung aus dem Kopf“, warnt mich Alfredo kurz vor unserem Take Off.

„Nee klar. Nur im Notfall“, antwortete ich.

„Auch dann lieber nicht. Das hier …“ Er zeigt auf einige Teile der Karte. „Das hier sind indianische Reservate. Selbstverwaltet. Da darf kein Polizist rein. Die nehmen euch das Trike weg, verscherbeln es und ihr beide beguckt euch die Wüste von unten.“ Wieder malt er mit dem Finger Kreise auf der Karte. „Und hier, diese Dörfer entlang der Küste. Das alles sind Drogendörfer. Schmuggler, die juchhu schreien werden, wenn sie euer Trike in die Finger bekommen. Ein wunderbares Fluggefährt, um radarunbemerkt über die Grenze zu kommen.“

„Ich nehme an, die würden uns vorher ebenfalls abknallen?“, frage ich und weiß die Antwort schon.

„Worauf du einen lassen kannst.“

Na super. Tolles Wissen, das ich lieber für mich behalte und Doreen im Glauben lasse, wir hätten uns gerade über den Wind unterhalten.

Der Wind. Er wird langsam zu meinem einzigen, allerdings auch stärksten Feind. Warum kann er mich nicht wenigstens heute einmal in Ruhe lassen? Ich steige höher, als er beginnt, uns hin- und herzuschaukeln. Doch er folgt uns. Wird immer stärker und böiger, egal wie hoch ich fliege.

„Lass uns lieber nach einem Landeplatz Ausschau halten“, schlägt hinter mir jetzt sogar Doreen vor, die sich an meinem Sitz festhält. Diese Überlegung überlässt sie sonst mir. Sie weiß ja nicht, dass ich nun die Wahl zwischen Pest und Cholera habe. Die Gefahr einer Bruchlandung oder sogar eines Absturzes durch den immer heftiger werdenden Wind auf der einen und den von Alfredos angekündigten Begrüßungsritualen dort unten auf der anderen Seite.

Vor uns taucht eine Ansiedlung auf. Nicht mehr als eine willkürliche Anhäufung von Wellblech und Holzlatten. Wird die letzte Frage meines Lebens sein, ob es ein Indianer oder ein Drogenschmuggler ist, der aus einem der Hütten heraustritt, um uns ins Jenseits zu befördern? Na, ich wollte Abenteuer und nun habe ich eines...

 

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Aus KAPITEL 13: ZUCKERWATTE UND HEILIGABEND AN EINEM HEILIGEN ORT

...„N217TG. Bitte reihen Sie sich in die Flughafenrunde ein und halten sie strikt ihre bisherige Flughöhe. Sie sind Nummer zwei hinter dem Airbus von Aero Mexico.“

„Wir sollen hinter dem landen? Aber wo ist der Airbus?“, fragt Doreen und dreht ihren Kopf nach allen Richtungen.

„Tower. Ich habe keinen Sichtkontakt mit dem Airbus. Wann will der Airbus landen? N217TG.“

„N217TG. Ich wiederhole - bleiben Sie exakt auf Ihrer Höhe. Der Airbus wird Sie in circa zehn Sekunden passieren. 150 Meter unter Ihnen, 100 Meter links neben Ihnen.“

Ich komme nicht mehr dazu, zu antworten. Denn das Vorbeirasen des Riesenvogels, dessen Piloten wir quasi die Hand schütteln könnten, lässt alles in mir verkrampfen, was Muskeln hat. Die anschließende Entkrampfung fällt so intensiv aus, dass es schwierig ist, dem Blasenschließmuskel klarzumachen, dass er von dieser Entspannung jetzt nicht betroffen sein soll. „Wow! Krass!“, kommt es gekrächzt aus meiner Kehle. Ich räuspere mich und teile dem Tower unmittelbar mit: „Airbus ist passiert. Werde hinter dem Airbus landen, sobald dieser den Taxiway erreicht hat. N217TG.“

„N217TG. Landeerlaubnis erteilt.“

Ich meine, in der Stimme des Fluglotsen das bemühte Unterdrücken eines Lachkrampfes herauszuhören. Aber vielleicht irre ich mich ja...


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Aus KAPITEL 17: TECHNISCHES VERSAGEN IST REPARABEL - MENSCHLICHES AUCH?

...Irgendwann mitten in der Nacht werden wir brutal geweckt. Das laute Knattern und Röhren von Motorrädern, die auf den Hangar zufahren. Ich springe auf und erkenne mindestens fünf Motorräder. Als sie näher kommen, sehe ich, dass es noch Jugendliche sind. Au Backe, das gibt Ärger. Die wollen ihren wie auch immer gearteten Frust abbauen, sind unter Alkohol oder anderen Drogen, machen Krawall, um sich gegenseitig ihre Coolness zu beweisen. Diese Erfahrungen aus anderen Gegenden der Welt beherrschen meine Gedanken und ich sehe schon mein armes Trike empfindlich beschädigt und unsere Reisekasse geleert.

Die Jugendlichen haben den Hangar erreicht. Langsam nähern sie sich in geschlossener Reihe dem zur Frontseite komplett offenen Hangar und stellen die Maschinen so, dass die Lampen das Trike beleuchten. Ich schnappe mir unsere starke Taschenlampe und – zack – stehe ich vor dem Zelt. „Hey, what’s up, guys?“, rufe ich energisch und leuchte ihnen nacheinander direkt in die Gesichter. Sie erschrecken sich auch wirklich, doch dann fragt einer von ihnen schüchtern: „Entschuldigen Sie, mein Herr. Dürfen wir mal gucken?“

Halleluja! So verschlafen wie ich war, habe ich glatt vergessen, dass wir im Mennonitenland in Belize sind. Null Alkohol, keine Drogen und die Jugendlichen behandeln Ältere und das Eigentum anderer mit Respekt. Bereitwillig zeige ich den Jungs das Trike und beantworte alle ihre Fragen. Anschließend steigen sie wieder auf ihre Maschinen und brausen zurück in die Nacht. Einen kurzen Moment später herrscht wieder totale Ruhe um uns herum, nur unterbrochen durch das laute Schnarchen Leos, eine Katze, die es toll findet, dass außer ihr noch jemand hier übernachtet und morgens mit ihr sein Frühstück teilt..


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